-Marilyn Monroe-

"Ich glaube daran, dass alles was passiert seinen Grund hat, manche Menschen sich verändern, damit du lernst jemanden gehen zu lassen, Dinge falsch laufen, so dass du die Richtigen zu schätzen weißt. Dass du den Lügen glaubst um daraus zu schließen, dass du nicht jedem Vertrauen kannst. Und manchmal gute Dinge einfach vorbei gehen müssen, damit Bessere folgen können."
-Marilyn Monroe-

 

Hinfallen, Aufstehen, Weitergehen. Alles hat einen Sinn, man sieht ihn nur nicht immer sofort.

23.1.16 16:55, kommentieren

Eine kleine Geschichte

Früher glaubte ich, ich kann nur glücklich sein, wenn ich versuche andere glücklich zu machen. Ich versuchte also mit jeder Entscheidung andere froh und glücklich zu machen. Ich dachte den ganzen Tag an all und jeden, nur nicht an mich. Doch das merkte ich nicht, denn an alles was ich dachte war es ein Leben eines anderen zu führen. In manchen dunklen, traurigen Situationen erkannte ich jedoch, dass etwas nicht stimmt. Das etwas mit mir nicht stimmte. Ich fragte mich immer warum ich so bin wie ich bin und warum ich die Dinge nicht auf die Reihe bekam, die für andere Menschen so einfach waren. Ich glaube mitterweile habe ich eine Antwort darauf gefunden. Der Grund für meine ziellosigkeit und mein ständigen Zweifel darüber wie ich sein sollte und wer ich schließlich war, verwirrten mich so, dass ich nicht einmal mehr ich sein konnte. Ich hatte mich zwischen all den Vorschriften, Regeln, Ängste und Personen verloren. Ich spürte nur noch, dass kein Platz auf dieser Welt für mich da war.
Anstatt mich jeden Tag meines Lebens zu finden, hatte ich mich jeden Tag meines Lebens verloren. Ich wusste schon von Anfang an was ich in meinem Leben wollte bzw. was für ein Mensch ich sein wollte. Ich wusste bevor jemand es mir sagte, was meine Persönlichkeit ist und Grenzen sind. Ich wusste es einfach. Ich spürte es jedes Mal, wenn ich es mir nicht gut tat. Es war wie ein Stopschild dass aus meinem Herzen trat und mir befahl nicht weiter zu machen. Ich fühlte mich sicher hinter diesem Schutzschild. Es gab mir Halt, Vertrauen und die Sicherheit mich nicht in Gefahr zu begeben. Doch immer mehr zweifel ich an diesem Schild. Schützt es mich auch wirklich? Oder versteckt es mich nur vor der außen Welt ? Soll ich wirklich darauf hören, oder einfach das tun was andere tun?
Ich habe eine Weile lang versucht dieses Schild zu umgehen. Doch es geht nicht. Es verfolgt mich und lässt mich jedes Mal spüren, welche Dinge falsch sind. So dass ich nach einem Freihflug, direkt wieder nach hinten geschlagen werde.
Jeden Tag in dem ich älter werde, merk ich immer mehr wie anders ich bin. Und aus diesem Grund, verstecke ich mich jeden Tag an dem ich älter werde.


Ich laufen jeden Tag blind durch meine Welt, mit dem Glauben, die Schmerzen verdient zu haben. Mit der Hoffnung dass es anderen Menschen besser geht. Ich merke wenn es jemand nicht gut geht. Ich kenne diese blicke, diese Gefühle von mir. Ich verstehe diese Menschen, ihre Probleme und Ängste, weil ich verstehe wie es ist am Boden zu sein. Ich möchte nicht dass jemand leidet. Ich habe für mich schon abgeschlossen, dass es zu mir dazu gehört, doch andere Menschen in die habe ich noch Hoffnung.
Ich sollte jedoch aufhören mich zu ärgern, dass sie nicht für mich da sind, da ich es noch nie von ihnen verlangt habe.

Zwischen all diesen Gedanken bist du irgendwann geplatzt. Du musst mich richtig verstehen, du hattest keinen Platz mehr in meinem Kopf. Ich stieß dich Tag für Tag weg. Doch du kamst immer wieder. Auch wenn ich so tat, als ob es mir egal wäre hab ich mich jeden Tag über dich Sorgen gemacht. Ich wollte dass es dir gut ging, weil du die einzige Person warst, die auch wollte dass es mir gut ging. Du wusstest genauso wenig wie ich warum das so war, doch es war so. Doch bis wir das beide verstanden hatten, war schon so viel passiert, dass es unmöglich war an diesen unbefleckten reinen Punkt zu kommen, an dem wir ganz am Anfang waren.
Du hast mich verletzt und ich habe dich verletzt. Wir können es nicht ertragen den anderen runter zu ziehen. Weil wir uns kaum ertragen können. Das Problem dabei ist nur, dass wir beide wissen was den andren verletzt und genau das verwenden wir, weil wir glauben uns und den anderen somit schützen zu können. Doch das ist eine Lüge. Wir können den anderen nicht davor schützen was er fühlt. Genauso können wir uns unsere Gefühle steuern.
Du hast mich kaputt gemacht.

Ich weiß, dass ich  es eines Tages vorbei sein wird. Die Frage ist nur noch Wann, Wo und Wie. Ich weiß dass es irgendwann vorbei sein werde, weil ich zusammenbreche und nicht mehr kann. Doch bis dahin werde ich so gut es geht weiter machen. Ich werde versuchen jede Verletzung hin zu nehmen und aufzustehen, weil ich weiß eines Tages wird es zu Ende sein. Doch solange ich noch kann, solange ich noch stark bin werde ich noch weiter machen.

19.1.16 19:06, kommentieren